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Stimmen zum Studiengang

Dr. Claus-Dieter Middel LL.M.


Dr. Claus-Dieter Middel LL.M.
Geschäftsstelle Transplantationsmedizin bei der Bundesärztekammer

Claus-Dieter Middel, Jahrgang 1966, Mediziner und Jurist, hat in Bielefeld, Gießen und Münster studiert, war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Münster und geschäftsführend für die Ethik-Kommission der Ärztekammer Westfalen-Lippe tätig. Seit 2002 arbeitete er im Dezernat Wissenschaft und Forschung der Bundesärztekammer, zuständig vor allem für Fragen der Transplantationsmedizin. Aktuell leitet er die Geschäftsstelle Transplantationsmedizin bei der BÄK. Er lehrt in verschiedenen Fern- und Weiterbildungsstudiengängen. Seine wissenschaftlichen Arbeitsschwerpunkte sind Ethik und Recht im Gesundheitswesen, Medizintheorie sowie Theorie und Philosophie des Sozialstaats.

Ein Statement

Für den Fernstudiengang "Angewandte Gesundheitswissenschaften" bin ich seit 2002 als Autor des Studientextes "Ethik und Recht im Gesundheitswesen" und Dozent in der entsprechenden Präsenzphase aktiv. Eine lange und aus meiner Sicht gute und erfolgreiche Wegstrecke, für die ich zunächst dem Studienteam sehr herzlich danken möchte: Sie haben es geschafft, das Studium an der Hochschule Magdeburg-Stendal für alle Beteiligten zu etwas ganz Besonderem zu machen!

Die Zusammenarbeit zwischen den Gesundheitsberufen wird wegen des demographischen Wandels, wegen der ungebrochenen Zunahme von chronischen Krankheiten und Pflegebedürftigkeit sowie wegen knapper personeller und finanzieller Ressourcen immer wichtiger.

Diese Entwicklungen erfordern nicht nur einen multiprofessionellen Problemzugriff bzw. eine Änderung der Versorgungsstrukturen im ambulanten wie im stationären Bereich. Sie erfordern auch neue Impulse für den laufenden Wandel der Gesundheitsberufe.

Solche Impulse können - aus ihrer Berufs- und Lebenserfahrung heraus - gerade die Studierenden der "Angewandten Gesundheitswissenschaften" geben. Dies wiederum liefert mir zahlreiche Anstöße für meine praktische Arbeit und deren theoretische Reflexion. Dafür bedanke ich mich sehr.

Die Rückmeldungen, die ich zu meinen Vorlesungen oder zur Betreuung der Abschlussarbeiten bekomme, bestätigen mich darin, dass es den Studierenden nicht nur darum geht, formale Lernziele zu erreichen. Ihnen geht es vielmehr darum, ihre moralischen Grundhaltungen zu überdenken und ihre ethischen Kompetenzen weiter zu entwickeln.

Ethische Kompetenz bedeutet, die eigenen moralischen Orientierungen auszudrücken, zu begründen und zu reflektieren. Sie bedeutet aber auch, moralische Probleme im eigenen Alltag und im Beruf überhaupt zu erkennen. Und sie bedeutet schließlich, die eigene Urteilsfähigkeit zu schärfen und den Mut aufzubringen, auch tatsächlich moralisch zu handeln.

Wer würde bezweifeln, dass diese Fähigkeiten gerade dann von besonderer Bedeutung sind, wenn das Gesundheitswesen - so wie heutzutage - große Herausforderungen zu bewältigen hat?

Es war also klug von den Magdeburgern, das Thema "Ethik und Recht im Gesundheitswesen" von vornherein fest im Fernstudiengang zu verankern. Auch dafür ist zu danken.

Gabriele und Karsten Wegener
(28.03.12 11:07)
  Studierende über den Studiengang "Angewandte Gesundheitswissenschaften"
(29.01.13 14:36)
geschrieben / geändert am : 02.07.2012
Hochschule Magdeburg-Stendal
 
 
Hochschule Magdeburg-Stendal ♦ Fachbereich Sozial- und Gesundheitswesen
Berufsbegleitender Bachelorstudiengang "Angewandte Gesundheitswissenschaften" ♦ PF 3655 ♦ 39011 Magdeburg ♦ Tel.: +49 (0) 391 8864 342